Ellen White und das Evangelium

Hat Ellen White das Evangelium falsch verstanden?

Ellen White schrieb, dass Christen niemals sagen sollten »Ich bin errettet« (z.B. FG1 331.1; 1SM 314.2). Demnach glauben Kritiker, dass Ellen White meint, Christen dürfen sich ihrer Erlösung nicht gewiss sein. Weil nach Aussagen von Ellen White Menschen durch Glauben und Werke gerettet werden, widerspräche sie dem Evangelium, wie es die Kritiker verstehen. Wer versteht das Evangelium falsch: Ellen White oder ihre Kritiker?

Antwort: http://www.whiteestate.org/issues/faq-unus.html#unusual-section-b1

Hier geht es wieder um eine Aussage, die aus dem Zusammenhang gerissen wird. Ellen White ermutigt ihre Leser, dass sie durch den Glauben die Gewissheit der Erlösung haben dürfen (vgl. CGl 152; COL 155). Gleichzeitig wehrt sie sich gegen das Extrem »einmal gerettet – immer gerettet«, wo der christliche Lebensstil bzw. die Heiligung keine Beachtung mehr findet.

Paulus erklärt in seinen Briefen am Anfang den Erlösungsplan und zeigt dann, welche Auswirkungen die Gnade Gottes für das alltägliche Leben hat. Wenn sich jemand entscheidet, Jesus zu vertrauen, dann zeigt er es dadurch, dass er auf den Rat bzw. das Wort hört und es tun will – nicht aus Berechnung, sondern aufgrund der Beziehung, aus Vertrauen. Ein Christ hält die Gebote nicht, um gerettet zu werden, sondern weil er errettet ist. Glaube und Werke bzw. Vertrauen und Gehorsam gehören untrennbar zusammen – wie bei einer Münze, die zwei Seiten hat. Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen! Wer sich für den Glauben bzw. Vertrauen entscheidet und tut, was Gott sagt, der wird eine Erfahrung machen, die wiederum seinen Glauben stärkt. Das ist das praktische Evangelium.

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